Update vom 03.12.2020: Der erste Bohlsener Mühlenhonig

Nach einem spannenden ersten Bienenjahr, in dem noch ein zweites Bienenvolk hinzukam, war es Ende Juli dann auch Zeit für die erste Honigernte. Unter den neugierigen Blicken von Kolleginnen und Kollegen kontte Imker Percy Zimmermann insgesamt 16 Kilo Honig schleudern. Natürlich wurde auch sofort fachmännisch in der Qualtitätssicherung, wo Percy Zimmermann sonst arbeitet verkostet und der Honig, den die die Bienen über das Jahr auf den umliegenden Obstbäumen und Blühwiesen auf dem Gelände der Bohlsener Mühle gesammelt hatten für lecker befunden. Einige wache Augen haben uns darauf hingewiesen, dass der Bienenstock aus Styropor bestand, was in der Bio-Imkerei nicht erlaubt ist. Das ist richtig und den besonderen Umständen des Standortes geschuldet. Denn unser Imker wollte sichergehen, dass die Bienen sich an dem Standort und die Temperaturen gewöhnen können. Im kommenden Bienenjahr wird das Volk aber in eine Holzrotte umgesiedelt, so dass die Bienen ein natürlicheres Umfeld im Bienenstock vorfinden.

 

Unsere neuen Kolleginnen

„Angst muss man vor den Bienen nicht haben“, erklärt Percy Zimmermann, Mitarbeiter im Qualitätsmanagement der Bohlsener Mühle – und Hobbyimker. „Nur nicht direkt vor die Einflugschneise stellen – die Verwechslungsgefahr zu einem honighungrigen Bären besteht!“ Außerdem handelt es sich um Carnica-Bienen, die für ihr sanftmütiges Gemüt bekannt sind - und für ordentlich Leistung: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen hoffen! Die Bienen sammeln über das Jahr 40kg Honig zusammen. Das reicht nicht nur für die Bienen selbst, sondern es fällt noch was für das Frühstücksbrötchen der Mitarbeiter ab. Beste Voraussetzung bietet dazu das Unternehmensgelände. Dafür hat Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Volker Krause gesorgt: „Mein Großvater hatte eine Obstplantage – und dass war für uns Kinder ein Paradies auf Erden“, ein bisschen paradiesisch mittlerweile auch das Gelände rund um Verwaltung, Lager und Backstraße. Hier befinden sich neben reichen Blumenbeeten auch 56 Obstbäume. Dazu gesellt sich der Ackerhelden-Acker, ein großer Gemüsegarten in dem Mitarbeiter und Externe 40qm große Gemüseparzellen mieten konnten. Hier profitieren die gärtnernden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Bestäubungsleistung der Bienen.

Sich gegenseitig kennenlernen

Erst mussten die Bienen aber erst mal nach und nach ihre Umgebung kennenlernen – und die Mitarbeiter die Bienen: Kleine Führungen wurden durchgeführt und durch ein paar Schutzanzüge mehr, konnte man ganz nah ran.„Imkerei ist mehr als nur ein schönes Hobby“, erklärt Percy Zimmermann. Und Bienen sind mehr als nur Honigproduzenten. Gäbe es keine Bienen mehr auf der Welt, hätte dies einen enormen Einfluss auf die Biodiversität der Pflanzen. Schließlich sind über 75 Prozent aller Nutz- und Kulturpflanzen in Europa auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen und so wird auch der wirtschaftliche Nutzen der Bienen auf etwa 265 Milliarden Euro geschätzt. Erster Erfolg des kleinen Projektes? Ein weiterer Mitarbeiter der Bohlsener Mühle ist bereits unter die Imker gegangen und hat sein Volk gleich nebenan aufgestellt.

Ein paar Einblicke