Jede Flocke zählt

Hafer, Hafer, nichts als Hafer(flocken)? Das ist doch langweilig! Denn es gibt so viel mehr von unserer Wassermühle nebenan zu entdecken: Buchweizenflocken zum Beispiel, oder Dinkelflocken, Einkorn- oder Gerste-, Hirse- oder Quinoa-, Reis-, Roggen- oder Weizenflocken. Nicht nur auf dem Feld ist Diversität eine Wohltat, auch in der Küche.

Flocken? Zugegeben, richtig sexy klingt das nicht. Wir sind trotzdem begeistert und würden ihnen am liebsten ganze Hymnen dichten. Klingt ein bisschen too much? Macht nichts, eine Flocke aus der Bohlsener Mühle kann einfach eine Menge.

 

  • Sie stärkt den ökologischen Landbau, die bäuerlichen Strukturen und sorgt für Leben auf dem Land und Bewegung im Dorf.
  • Sie leistet einen Beitrag zum Grundwasserschutz und vermeidet Ackergifte.
  • Soziale Projekte können durch sie unterstützt werden.
  • Sie fördert eine nachhaltige Entwicklung.
  • Und sie trägt zu einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung bei.

 

Geht ja gar nicht? Geht ja wohl! Und du hast es in der Hand!

 

Wir wollen uns ja nicht auf die Schulter klopfen, aber na gut, ein bisschen schon: Unsere Flocken können das, weil wir seit 1979 ein Bio-Betrieb sind und zeigen, dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen.

 

 

 

Jede Flocke zählt, weil...

  • … sie den ökologischen Landbau stärkt und bäuerliche Strukturen unterstützt

     

    Als es mit der Bohlsener Mühle 1979 losging, war es nicht leicht, Bio zu finden. Nicht nur im Laden, sondern auch auf dem Feld. Hier musste Volker Krause, der Gründer unseres Bio-Betriebs, oft erst mal Überzeugungsarbeit leisten.

    Das Bioland-Siegel, das auf vielen Produkten von uns zu finden ist, bedeutet, dass bei der Arbeit auf dem Feld und auch bei uns in der Mühle sieben Prinzipien gelten: Im Kreislauf wirtschaften, Bodenfruchtbarkeit fördern,Tiere artgerecht halten, Wertvolle Lebensmittel erzeugen, Biologische Vielfalt fördern, Natürliche Lebensgrundlagen bewahren und Menschen eine lebenswerte Zukunft  sichern. Mehr dazu findest du hier.

    Wir wissen es ja alle: Nicht nur in Niedersachsen könnte der Anteil, den die ökologisch bewirtschafteten Flächen ausmachen, größer sein. Deshalb ist es uns auch ein besonderes Anliegen, Bio sichtbar zu machen. Zusammen mit dem Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen.

    Wenn du unsere Erzeuger genauer kennenlernen möchtest, dann schau doch mal hier.

    Und wusstest du, dass das manchmal gar nicht so einfach ist mit dem Bio-Saatgut? Wir unterstützen deshalb auch die Getreidezüchtung Darzau.

     

    Jede Flocke zählt – weil mit ihr eine Landwirtschaft unterstützt wird, die Zukunft hat.

     

     

  • … sie für den Grundwasserschutz und die Vermeidung von Ackergiften steht

     

    Ein Produkt aus ökologischem Landbau bedeutet auch immer, dass irgendwo ein Feld nicht mit Chemie behandelt wird. Das ist gut für die Vielfalt auf dem Feld und für unser Trinkwasser.

     

    Mit unseren langjährigen Partnerschaften zu Landwirten setzen wir uns zusammen ein – für eine enkeltaugliche Landwirtschaft.

    Deshalb engagieren wir uns auch für „Ackergifte nein Danke“

     

    Jede Flocke zählt – weil sie nicht nur von bienenfreundlichen Feldern kommt, sondern auch das Trinkwasser schützt.

     

  • …sie soziale Projekte und den ländlichen Raum unterstützt

     

    Wir wollen gerne anders leben: Wir wollen Böden, auf denen auch unsere Enkel ihre Ernte einfahren können. Wir wollen keine Agrarwüsten, sondern (er-)lebenswerte Dörfer. Und natürlich gutes Essen.

    Mit sehr viel Herzblut unterstützen wir Projekte, die diese Ziele haben: Die Bio-BrotBox, die Schulanfängern einen gesunden Start ermöglichen will, den Öko-Regio-Verein, der sich für Ökologie in der gesamten Region einsetzt, ALENA, das aktive und aktivierende Netzwerk für ländliche Entwicklung in der Region Uelzen und viele kleinere Projekte.

    Und unsere größten und wichtigsten Projekte? Die Menschen in der und um die Bohlsener Mühle, also unsere Lieferanten, Landwirte und Kunden und natürlich auch wir selbst. Mittlerweile haben 250 Menschen im beschaulichen Bohlsen einen Arbeitsplatz gefunden.

     

    Jede Flocke zählt – weil damit soziale Projekte angestoßen werden können und Menschen eine sinnstiftende Arbeit haben.

     

  • … sie eine nachhaltige Entwicklung fördert

     

    Wir sind noch lange nicht fertig! Seit 1979 sind wir ein Bio-Betrieb, doch als solcher ruhen wir uns nicht auf dem aus, was wir schon geschafft haben, sondern wühlen weiter: Wo kann man die Verpackung vielleicht noch etwas weiter optimieren und so Verpackungsstoffe einsparen? Wie kann man die Transportwege so nachhaltig wie möglich gestalten? Wie können wir die Mitarbeiter nachhaltig ernähren?

    Das Müllern ist übrigens ein Handwerk, das schon immer sehr nachhaltig unterwegs war, denn auch früher war man plietsch: Große, schwere Mahlsteine durch eigene Kraft bewegen? Lieber nicht! Dann doch lieber Wind- und Wasserkraft nutzen. Immer noch nutzt die Mühle die Kraft des Flusses Gerdau.

    Beim Mahlen entstehen natürlich auch Reste, die nicht weiter verarbeitet werden könnte. ‚Müll!‘ sagen die einen, ‚Möglichkeiten!‘ sagen wir dazu! Beim Verarbeiten von Dinkel bleiben die Dinkelspelzen übrig, und die werden nicht einfach entsorgt, sondern in einer Dinkelspelzanlage in Wärme verwandelt und ins Nahwärmenetz eingespeist. Und auch in den nächsten Jahren haben wir noch eine ganze Menge vor!

     

    Jede Flocke zählt – weil du eine nachhaltige Entwicklung förderst, die durch viele Veränderungen im Kleinen Großes bewirkt.

     

  • … einfach Teil einer ausgewogenen Ernährung ist

     

    So viel wie nötig, so wenig wie möglich: Eine sorgfältige Herstellung in der Mühle ermöglicht nicht nur größten Flockengenuss, sondern bewahrt auch viele Nährstoffe. Und mehr Vollkorn-Flocken bedeutet auch mehr Ballast-, Mineral- und Nährstoffe und machen sie zu einer vollwertigen Ergänzung einer Mahlzeit.

     

    Jede Flocke zählt – weil sie uns und dich in einer ausgewogenen Ernährung unterstützt und wertvolle Nähr- und Ballaststoffe liefert.

     

Das kleine Flocken 1x1

Woraus kann man Flocken machen?

 

Aus einer ganzen Menge! Folgende Flockensorten kannst du von uns bekommen:

 

 

Buchweizenflocken (aus Deutschland)    

 

Schmecken: Nussig-herb und wunderschön erdig

 

Gut geeignet für: Dadurch, dass es sich bei den Buchweizenflocken um ganz feine, zarte Flöckchen handelt, ist ein Brei schnell damit gemacht.

 

Schon gewusst? Buchweizen hat mit Weizen gar nichts zu tun, sondern zählt zu den Knöterichgewächsen. Die engeren Verwandten sind beispielsweise neben Sauerampfer auch Rhabarber!

 

Dinkelflocken (aus Deutschland)

 

Schmecken: Nussig-aromatisch

 

Gut geeignet für: Die Zartblatt-Dinkelflocken sind super für Müslimischungen oder für einen Brei.  Bratlinge, Brot und Brötchen versetzt man gerne mit Großblatt-Dinkelflocken.

 

Schon gewusst? Wer mit Weizen seine Probleme hat, kommt mit Dinkel vielleicht besser zurecht, allgemein gilt er als verträglicher.

 

Einkornflocken (aus Deutschland)

 

Schmecken: Mild-nussig und richtig schön rund im Geschmack!

 

Gut geeignet für: Lieblingsmüsliflocke!

 

Schon gewusst? Schon Ötzi, der berühmteste aller Steinzeitmenschen, hatte das Urgetreide Einkorn dabei. Außerdem zeichnet sich die Flocke durch einen hohen Carotinoidgehalt und viele Mineralstoffe aus

 

Gerstenflocken (aus Deutschland)

 

Schmecken: Erst ganz mild und dann zart würzig

 

Gut geeignet für: Super als Schonkost!

 

Schon gewusst? Gerste gehört zu den ältesten Kulturgetreiden. Der größte Teil wird als Braugerste angebaut.

 

 

Haferflocken (aus Deutschland)

 

Schmecken: Mild und dabei mit dieser typischen süßlichen, vollmundigen Wärme

 

Gut geeignet für: Overnight Oats, Haferkekse, Brot, …

 

Schon gewusst? Weltweit gibt es über 70 Arten Hafer!

 

 

Hirseflocken (aus Europa)

 

Schmecken: Warm, am Anfang ganz leicht knusprig, dann herrlich getreidig mit einer leicht herben Spur

 

Gut geeignet für: Für einen schnellen Brei in Rekordzeit!

 

Schon gewusst? Hirse ist eines der ältesten Speisegetreide der Menschheit, wobei in vielen afrikanischen und asiatischen Ländern die Hirse auch heute noch ein wesentliches Grundnahrungsmittel darstellt.

 

 

Quinoaflocken (aus Deutschland)

 

Schmecken: Hauchzart sehen sie aus und bringen dann aber ordentlich Geschmack mit: leicht erdig, nussig und erstaunlich kräftig

 

Gut geeignet für: Fans von ganz leichten Breien, Müslis und Desserts

 

Schon gewusst? Quinoa von hier? Klar! Mehr dazu hier.

 

Reisflocken (aus Italien)

 

Schmecken: Erst mal knackig, dann ganz mild

 

Gut geeignet für: Den schnellsten Milchreis!

 

Schon gewusst? Suppe zu dünn? Reisflocken kann man auch sehr gut zum Andicken nehmen!

 

 

 

Roggenflocken (aus Deutschland)

 

Schmecken: Aromatisch-kräftig und mild-erdig

 

Gut geeignet für: Das Brötchen für ein noch kräftigeres Frühstück oder ein schön kräftiges Brot.

 

Schon gewusst? Neben dem ausgeprägten Aroma liefert Roggen wertvolles Eiweiß.

 

 

 

Weizenflocken (aus Deutschland)

 

Schmecken: Zurückhaltender als seine Kollegen und lässt so ganz viel Freiraum

 

Gut geeignet für: Ganz klassisch: Zum Brotbacken!

 

Schon gewusst? Wird Weizen ausgesät, so kommen 300 bis 500 Samenkörner auf einen Quadratmeter

 

 

 

 

Was sind Flocken?

Nun plaudern wir stundenlang über sie und haben noch gar nicht erklärt, was Flocken eigentlich sind.

Getreideflocken sind nichts anderes als gewalzte Getreidekörner. Damit ein Korn zu einer Flocke wird und dabei nicht kaputt geht, zuvor muss es erstmal ein kurzes Dampfbad nehmen. Dann fällt das Korn in den Flockenstuhl, wo es zwischen zwei Walzen zu einer Flocke gepresst wird. Es erfolgt eine schonende Wärmebehandlung. Nun sind die Flocken aromatischer und länger haltbar. 

 

Was bedeutet eigentlich Vollkorn?

Das Wort Vollkorn sorgt an vielen Stellen für den kleinen entscheidenden Unterschied: Es zeigt an, welche Bestandteile vom Getreidekorn verarbeitet wurden. Ist etwas ‚Vollkorn‘, dann wurde das ganze Korn mit Keim, Mehlkörper und Schale verarbeitet. Der Mehlkörper, der in der Regel verarbeitet wird, kann eine Menge: Hier ist nämlich die Stärke enthalten. Im Keim und in der Schale stecken aber auch jede Menge guter Sachen, wie z. B. Öle, Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe – und Ballaststoffe, über die sich der Darm besonders freut.

Bei den Flocken muss man da gar nicht so genau drauf achten, weil für Flocken meist das ganze Korn verwendet wird.

 

Kleinblatt, Großblatt, Zartblatt – wo sind denn da die Unterschiede?

Die beliebteste Getreidesorte, der Hafer, kommt gerne mal in drei Richtungen daher: 

Die Großblattflocken, die auch gerne als kernige Flocken bezeichnet werden, werden immer aus ganzen Haferkernen hergestellt. Sie sorgen für ordentlich Biss und quellen nur langsam auf.

Die Kleinflocken sind da schneller, denn sie werden aus der so genannten Hafergrütze hergestellt. Hafergrütze ist kein Synonym für Haferbrei, sondern die Bezeichnung für kleingeschnittene Haferkerne.

Die Zarten Flocken werden zunächst gegrützt und dann extra stark ausgewalzt.

 

Warum sind die Reis-, Quinoa-, Hirse- und Buchweizenflocken bei euch gar nicht glutenfrei?

Gut aufgepasst! In unserer Mühle können wir leider keine glutenfreien Produkte herstellen.

Es ist nämlich so: Damit ein Produkt die Bezeichnung ‚glutenfrei‘ tragen darf, muss ein bestimmter Grenzwert eingehalten werden. Es dürfen maximal 20ppm (parts per million) Gluten enthalten sein. Das bedeutet: In einem Kilo Quinoa dürfen maximal 20 Milligramm Gluten zu finden sein. Das heißt, dass es entweder eine sehr aufwendige Reinigung, oder einen abgetrennten Bereich geben müsste – und wer schon mal eine Führung bei uns mitgemacht hat, weiß: In unserer modernen, aber eben auch schnuckeligen Mühle fehlt da einfach der Platz.