Wir über uns

Bohlsen ist ein Ort mit 560 Einwohnern in der Lüneburger Heide. Hier schlängelt sich ein kleiner Fluss durch den Ort, die Gerdau. In der Mitte des Ortes direkt am Wasser steht die Bohlsener Mühle. Seit 1265 steht sie dort und war und ist sozialer und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Dorfes.

Mit dem großen Mühlensterben in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Bohlsener Mühle in ihrem Bestand gefährdet. Der Trend ging zu sehr großen, leistungsfähigen Mühlen.

Dass die Bohlsener Mühle diesen Konzentrations- und Verdrängungsprozess überlebt hat, grenzt fast an ein Wunder, obwohl es durchaus rationale Gründe für die Resilienz der Mühle gibt.

Weil sie lebendig, innovativ und wertbewusst ist.

Der Hauptgrund für das Überleben der Bohlsener Mühle war die Entscheidung Volker Krauses, die Mühle zu einem rein ökologischen Betrieb umzugestalten. Als Sohn des Müllers ist Volker Krause quasi in der Mühle aufgewachsen. Mit den ersten zarten Pflänzchen der aufkeimenden Bewegung des ökologischen Landbaus und infiziert von Studien-Ideen anders wirtschaften zu wollen, verliebte Krause sich in die Idee, die Mühle auf Bio umzustellen - und das obwohl der Markt für Bio-Produkte gerade erst im Entstehen begriffen und die gesellschaftliche Akzeptanz für ökologisches Denken eher gering war.

Mit Heimatliebe und einer gehörigen Portion Mumm führte er die Mühle auf einem ganzheitlich ökologischen Weg in eine engagierte Zukunft:

"Es gibt drei Punkte, die mich bewogen haben, das elterliche Erbe anzutreten. Erstens: die Ehrfurcht vor über 700 Jahren Mühlengeschichte, zweitens: die Liebe zum eigenen Zuhause, zur Familie, zum Dorf und drittens: die Überzeugung, das zu tun, was getan werden muss - nachhaltig wirtschaften.“
Volker Krause

Heute ist die Bohlsener Mühle ein erfolgreiches Bio-Unternehmen mit 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Nachhaltiges Handeln ist uns in Hirn, Herz und DNA eingegangen. Wir wissen, dass Unternehmen allein durch ihre Existenz ständig etwas bewirken: zum Guten oder zum Schlechten. Wir haben uns für das Gute entschieden.

Wirtschaften im Einklang mit der Natur!

Rund 250 Bio-Landwirte beliefern unsere Mühle mit Dinkel, Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Buchweizen, Leinsaat, Einkorn und Emmer. So haben wir immer bestes Bio-Getreide zur Verfügung um daraus in der Mühle Schrote, Grieße, Kleien und Flocken herzustellen. Das in der Mühle vermahlene Getreide wird dann frisch in unseren Backstuben zu Broten, Brötchen, Kuchen, Keksen und Knäckebroten verarbeitet.

Die Wege sind dabei kurz: Mühle und Bäckereien liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt.

Weil wir ein gutes, gelingendes Leben wollen für uns, unsere Kunden …

Das Getreide, das wir bekommen, ist unbehandelt: nicht mit Ackergiften gespritzt, nicht gentechnisch verändert und nicht chemisch-synthetisch gedüngt.

Wir achten bei unseren Rezepturen darauf, diesen natürlich-gesunden Zustand der Rohstoffe zu erhalten. Unsere Verarbeitungsprozesse sind schonend, die Rezepturen ausgewogen und nicht zu komplex und unser Maschineneinsatz richtet sich an dem Lebensmittel aus, das wir herstellen möchten. Wir stellen Produkte her, die schmecken – ohne Schnickschnack und überflüssige Zutaten. Und natürlich ohne jegliche Zusatz- und Aromastoffe.

… und unsere Bio-Landwirte

Seit 1979 ist die nachhaltige Bio-Lebensmittelwirtschaft unser Unternehmenszweck. Ohne Biolandbau ginge das nicht.

Uns verbindet mehr als das Geschäft. Wir sichern die Qualität, pflegen den Dialog, sichern die Wirtschaftlichkeit, schaffen Vielfalt, lösen Anonymität auf und erzeugen Transparenz. Die Existenz der Bohlsener Mühle wirkt sich deutlich spürbar auf die Ausweitung des Ökolandbaus in der Region aus. Landwirte können auf eine ökologische Wirtschaftsweise umstellen, weil sie eine Perspektive für den Absatz ihrer Produkte zu einem guten Preis haben. So trägt die Bohlsener Mühle in ihrem Kerngeschäft dazu bei, eine ganze Region ökologischer zu machen.

Was wir lieben: Nachhaltige regionale Entwicklung!

Wir sind ein Beispiel dafür, wie ein moderner zukunftsfähiger Betrieb die Entwicklung eines Dorfes und einer Region positiv beeinflussen und als treibender Faktor wirken kann.

Neben altruistischen Motiven – die es durchaus auch gibt – sind es vor allem handfeste Gründe, die uns dazu bewegen, uns in der Region zu engagieren. Mitarbeiter möchten heute neben einem sicheren und attraktiven Arbeitsplatz auch ein attraktives Lebensumfeld, denn auch das gehört zu einem gelingenden, guten Leben.