So sehen wir das in Bohlsen

Bio allein ist nicht genug. Bio mit konventionellen Strukturen wird die Welt auch nicht besser machen. Es geht um das ökologische Denken und Handeln. Um dem Blick fürs Ganze. Das ist das, was unser Handeln und Streben von Anfang an ausmacht. Wir sind öko. Öko seit 1979.

Was wir machen, wofür wir uns engagieren und was uns wichtig ist? Das findet Ihr auf der Verpackung und natürlich auch hier!


Wir machen Zukunft. Für eine enkeltaugliche Landwirtschaft.

Zukunft ist für uns das Thema. Seit 1979 arbeiten wir daran, und zwar auf ganz unterschiedlichen Wegen.

 

Indem unsere Produkte gekauft werden, können unsere Bäcker backen, unsere Müller mahlen, unsere Landwirte anbauen. Über 250 Menschen arbeiten bei der Bohlsener Mühle. Kümmern sich um die Verpackung, die Vermarktung, um den Transport, um den Einkauf, um den Verkauf, um das Qualitätsmanagement, um die Produktion und mittags um die Versorgung hungriger Mitarbeiter, um die Apfelbäume auf unserem Betriebsgelände und um die Technik.

 

Durch unser Tun und das unserer Partner, Lieferanten und Händler kann nicht nur etwas bewahrt, sondern auch vergrößert werden. Zum Beispiel ökologisch bewirtschaftete Ackerfläche, auf der keine Ackergifte ausgetragen werden. Denn Ackergifte haben nicht nur dafür gesorgt, dass jeder zweite Feldvogel ausgestorben ist, sondern auch dass die Hälfte der Arten in den Ackergewässern verloren gegangen ist. 80% der Insekten sind verschwunden, es entsteht zu wenig nährstoffreicher Humus und durch Wasser- und Winderosion geht kostbarer Boden verloren. Deswegen engagieren wir uns im Aktionsbündnis „Ackergifte – nein danke!“.

 

Wir mahlen und backen öko seit 1979. Wir machen aus alten Kornsorten moderne Produkte, wir führen langfristige Handelsbeziehungen gerne auf kurzen Wegen. Für ein Stück enkeltaugliche Zukunft ist das kein schlechter Start.

 

 


Gute Vorsätze sind dazu da, um gebrochen zu werden?

Nicht bei uns. Wir arbeiten auch nächstes Jahr an einer lebenswerten Zukunft.

 

Denn wir sind öko. Öko seit 1979. Und anders als bei manchen Neujahrsvorsätzen, die nach einiger Zeit wieder vergessen werden, sind wir seit 40 Jahren richtig gut dabei.

 

Mit unserer Arbeit wollen wir einen Kreislauf abbilden. Wir geben zu: einen zu 100% runden Kreis kriegen wir nicht hin, aber wir arbeiten daran. Mit modernster Technik, Neugierde und vielen Ideen.

 

Was machen wir im Moment? Saubere Energie zum Beispiel. In unserer Mühle fallen beim Mahlen Dinkelspelzen an. Damit könnte man z.B. viele, viele Kissen füllen. Stattdessen benutzen wir diese für unser Nahwärmenetz. 76 Haushalte können so in Bohlsen mit Wärme versorgt werden.

 

Und später? Wir wollen ein CO2 neutraler Betrieb sein, wir wollen unsere Öfen komplett mit den ‚Abfällen‘ aus der Mühle heizen (schwieriges Thema, weil wir eine konstante Hitze brauchen) und noch ganz viel mehr.

 

 

 


Wir finden: Atomkraft ist Wahnsinn.

Deshalb setzen wir konsequent auf Ökostrom und engagieren uns gegen Nuklearenergie.

 

Volker Krause, Inhaber und Gründer der Bohlsener Mühle, hat sich schon als junger Mann den Protesten gegen die Einlagerung von Atommüll angeschlossen.

 

Die Anti-Atomkraft-Haltung sieht man uns heute noch etwas an: Unsere Sonne im Logo ist verwandt mit der Anti-Atomkraft-Sonne. In früheren Entwürfen schwitzte sie sogar mal ein bisschen und hatte zeitweise Zähne.  

 

Was sich heute noch auf der Verpackung unserer Kinderkekse (Verlinkung Castorrebellen) finden lässt: Ein gelbes X! Das gelbe X ist das Symbol für den Widerstand der Menschen aus dem Wendland gegen Atomkraft. Der Konflikt um Gorleben und die Atomkraft war und ist ein Kampf von ungleichen Gegnern: Das X erinnert uns daran, dass wir mit Mut, List, Kreativität und einem langen Atem scheinbar Unmögliches erreichen können. Es ist ein Mutmacher X. Für den Erhalt der Artenvielfalt, sauberes Wasser, gesunde Lebensmittel und Lebensmittelgerechtigkeit. Deshalb ist es auf den Packungen unserer Kinderkekse zu finden.

 

Und wer braucht schon Atomstrom? Mit der Gerdau haben wir eine viel bessere Energiequelle, die unsere Wassermühle betreibt. Für den Rest des Betriebes gibt es 100% Ökostrom.

 

 


Alles von weit weg und vor der Haustür nur Maisfelder?

Wir setzen uns ein für mehr Vielfalt von hier – Emmer, Einkorn, Quinoa und Co.! Denn Vielfalt tut uns gut!

 

Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge tut dem Boden gut und sich für alte oder andere Sorten einzusetzen, macht das Leben bunter:

 

Denn es ist doch verrückt: Laut der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources gibt es 380.000 Pflanzenarten auf der Welt. Dabei kommen bestimmt noch einige nicht erfasste Arten hinzu.

 

Das, was schlussendlich auf dem Teller landet, als Bruchteil zu bezeichnen, ist schon fast zu viel. Was die Vielfalt angeht, sind wir maximal beim Bruchteilchen angelangt. Denn zwei Drittel der Welternährung hängt heute von gerade einmal sechs Kulturpflanzen ab.

 

Wir glauben: Gesunde Ernährung hat immer etwas mit Langsamkeit und Entdeckerfreude zu tun, mit Genuss, mit der Bereitschaft, sich auf dem Moment einzulassen – und deshalb wollen wir unbedingt mit verschiedensten Arten arbeiten. Ob die nun mit rasender Geschwindigkeit wachsen oder nicht, ist da erst mal unwichtig. An erster Stelle steht da das Geschmackserlebnis.

 

 


Das Landleben ist zum Weglaufen?

In unserer Gegend engagieren wir uns für eine lebenswerte Region. Nicht unser Geschäft, aber unser Anliegen. 

 

Der Nachteil der gängigen Wirtschaftsweise? Die mehr-mehr-mehr-Mentalität. Statt überall ein bisschen, gibt es eher an einigen Punkten ganz viel. Es ballt sich. Das tut meistens weder Boden noch Luft besonders gut. Und ein bisschen blind wird man für die Schönheit und die Chancen des Kleinen.

 

Als strukturschwach wird unsere Region gerne mal bezeichnet – wir finden: Das muss nicht sein! Denn als Unternehmen kann man da auch eine ganze Menge tun. Statt Landflucht (trotz Landsehnsucht) also lieber einmal die Ärmel hochkrempeln! Gerne denken wir uns als Wertschöpfungspumpe: An vielen Orten kaufen Menschen unsere Produkte. Der Umsatz fließt zurück zu uns. Wir brauchen ihn für unsere Gebäude, für unsere Maschinen und natürlich für die über 250 Mitarbeiter, die hier ihren Arbeitsplatz gefunden haben. Für unsere Lieferanten und Händler. Und für unsere Region! Für die Vereine, in denen wir aktiv sind, für die kulturellen Veranstaltungen, die wir mittragen, für die Schulen in der Umgebung, die vielleicht eine Tombola machen möchten, um einen Garten zu bauen. Deshalb unterstützen wir in unserer Region viele Vereine, deshalb bieten wir nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern einen Raum, um was zu machen. Zum Beispiel Ackerflächen für unsere Mitarbeiter, Lesungen und natürlich unser Mühlenfest – denn feiern lässt sich im Dorf besonders gut!

 

 


Tut gut und macht Mut!

Wen und was Sie und wir alles unterstützen?

 

… Kindergärten Melzingen, Eimke, Gerdau 

Bei einer Tombola Geld für den Garten sammeln, neue Spielgeräte anschaffen, Ausflüge machen oder Materialien zum Basteln und arbeiten kaufen. Durch Produktspenden ermöglichen wir ein gesundes Frühstück.

 

… durch die Unterstützung der BioBrotBox bekommen Kinder in ganz Niedersachsen ein gesundes Frühstück

Wir machen über den ÖKORegio-Verein möglich, dass die Landkreise Uelzen, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg die Brotbox erhalten. Ansonsten nur ausgewählte Regionen - und dann auch bundesweit.

 

… die Gerdauer Grundschule

Kann zu vergünstigten Preisen unsere Brötchen im Schulkiosk weiterverkaufen

 

… das Museumsdorf Hösseringen

Durch Geld und Sachspenden wird die Erhaltung und Erweiterung des Museums und die Instandhaltung der Gebäude mitfinanziert. Von jedem verkauften Museumsbrot gehen 20 Cent ans Museum.

 

…wir sponsern Produkte für die Erstsemester der Hochschule Suderburg

Denn Studis können immer etwas Gutes zu essen vertragen.

 

… Nachtwächtergruppe Uelzen

mit Produkten für die Führungen und Geld … z.B. für Kostüme und Requisiten. Regionales Projekt, bei dem die Gäste viel über die Stadtgeschichte Uelzens erfahren. Alles sind ehrenamtliche Protagonisten.

 

… Uelzener Frühjahrsputz

Ganz Uelzen ist unterwegs um die Stadt zu säubern. Für alle fleißigen Helfer gibt es zur Motivation und als Dankeschön ein Präsent … von uns ist auch was dabei

 

Wen wir sonst noch unterstützen?

Die Schulranzenparty, das Museum am Kiekeberg, den Ökoregio-Verein, die Schule 2000, die Gomelkinder, den Seeparktriathlon, den Sportverein Postsv, den Uelzener Stadtlauf, den Damenfußball Böddenstedt und viele mehr!

 

 


Weniger ist mehr? Nicht auf dem Acker!

Monokulturen zerstören nicht nur Böden, sondern auch die Artenvielfalt. Darum setzen unsere Bauern auf Vielfalt in der Fruchtfolge und schützen so Würmer, Bienen und Co. Was Fruchtfolge ist?

 

Vielfalt tut uns gut! Viele unterschiedliche Menschen sorgen für viele unterschiedliche Ideen. Eine abwechslungsreiche Ernährung sorgt für den richtigen Nährstoff- und Vitaminmix. Warum soll es dem Boden anders gehen?

 

Gut für den Boden ist eine abwechslungsreiche Fruchtfolge. Der Begriff bezeichnet das Managementsystem im Ackerbau. Werden verschiedene Feldfrüchte durchdacht im Wechsel angebaut, steigen die Erträge und die Bodenfruchtbarkeit verbessert sich. Denn jede Pflanze braucht einen ganz bestimmten Nährstoffmix.

 

Die Herausforderung? Die eine perfekte Fruchtfolge gibt es nicht. So wie es nicht die eine passende Ernährung für jeden Menschen gibt, so ist auch der Boden immer unterschiedlich. 

 

Ein einfaches Unterfangen ist das Erstellen oder besser skizzieren einer Fruchtfolge also schon einmal nicht. Unterschiedliche Feldfrüchte haben unterschiedliche Bedürfnisse – manche sind sehr gierig, andere brauchen zum Leben nicht viel. Sorgt man hier für genügend Abwechslung, bekommt der Boden immer wieder Erholungsphasen. Außerdem entstehen Querverbindungen, wodurch eine Ackerfrucht, die einen bestimmten Nährstoff verbraucht, andere Nährstoffe mobilisiert und den Boden somit perfekt auf die Folgefrucht vorbereitet. Des Weiteren kann man für weniger Beikraut sorgen: Manche Beikräuter wachsen z.B. mit Weizen besonders gerne, wird nun etwas anderes angepflanzt, verliert das Beikraut seinen Lieblingspartner – der Acker ist nicht mehr so attraktiv. Ganz ähnlich läuft es bei Schädlingen, Fressfeinden oder Krankheiten.